Zu wenig geschützt, zu spät erkannt und falsch behandelt – laut Experten sind das die drei häufigsten Fehler im Umgang mit Malaria weltweit. Der Klimawandel und die Resistenz von Mücken gegen Medikamente machen Malaria zu einer Gefahr, auch bei Reisen in Europa. Hier erfährst du, was du im Urlaub beachten solltest und wie du dich richtig schützt.
Frühestens eine Woche nach dem Moskitostich zeigen sich die ersten Symptome, ähnlich einer Grippe: Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, eventuell begleitet von Erbrechen und Durchfall. Unbehandelt oder falsch behandelt kann Malaria schwere Folgen haben, die bis hin zum Tod führen können.
Wichtig: Auch Monate nach der Reise kann eine Malaria-Infektion ausbrechen. Eine zuverlässige Diagnose ist nur durch einen speziellen medizinischen Bluttest möglich.
Bemerkst du erste Krankheitssymptome auf Reisen, suche unverzüglich einen Arzt bzw. ein Krankenhaus auf. Wir empfehlen bereits zu diesem Zeitpunkt gleichzeitig die Notrufzentrale deiner Reiseversicherung einzuschalten, die dich im Reiseland unterstützt.
Das Assistance-Team der ERGO Reiseversicherung ist 24/7 für Reisende erreichbar, hilft bei der Suche nach einer geeigneten medizinischen Einrichtung im Reiseland – und sorgt für eine zuverlässige Behandlung des Versicherten. Bestätigt sich beispielsweise der Malaria-Verdacht, organisiert die Notrufzentrale auch notwendige Kostenübernahmegarantien für die weitere lokale Behandlung am Urlaubsort.
Wer in abgelegenen Gebieten unterwegs ist und nicht innerhalb von 24 Stunden zum Arzt kommen kann, sollte – wenn möglich – vorab einen Malaria–Schnelltest durchführen – und zum Malaria-Notfall-Mittel greifen.
Wichtig zu beachten: Die Notfall-Medikamente (Standby-Präparate) ersetzen jedoch keine umfassende Malaria-Therapie. Das bedeutet: Auch wenn du dich nach der Einnahme des Malaria-Notfallmedikaments deutlich besser fühlen solltest, ist es wichtig, dich so schnell wie möglich für eine zuverlässige Diagnose medizinisch behandeln lassen.
Malaria wird durch Parasiten (Plasmodien) übertragen, die durch den Stich einer infizierten Anopheles-Mücke in unser Blut gelangen.
Malaria Tropica ist die häufigste und gefährlichste Form. Eine Infektion kann auch durch Bluttransfusionen oder Organtransplantationen erfolgen.
- Vermeide Mückenstiche, indem du nachts unter einem Moskitonetz schläfst.
- Achte darauf, dass das Netz intakt ist.
- Ein eigenes Moskitonetz im Gepäck ist empfehlenswert, insbesondere in Regionen ohne Klimaanlage.
Für Reisen in Gebiete mit hohem Risiko gibt es Malaria-Medikamente. Chemoprophylaxe kann jedoch Nebenwirkungen haben und ist für Schwangere, Kinder unter 5 Jahren und chronisch Erkrankte ungeeignet. Reisemediziner empfehlen in solchen Fällen, von Reisen in Malariagebiete abzusehen.
In Regionen mit mittlerem oder niedrigem Risiko ist eine Chemoprophylaxe nicht notwendig, jedoch sollte ein Notfalltherapie-Mittel in der Reiseapotheke sein.
Malaria tritt hauptsächlich in tropischen und subtropischen Gebieten der Welt auf. Die Länder Afrikas sind an meisten von Malaria betroffen, gefolgt von Asien und Südamerika. Wie auch beim Dengue-Fieber, wurden in den letzten Jahren auch vermehrte Fälle in anderen Ländern gemeldet, wie z. B. Spanien, Griechenland oder zuletzt in den USA.
Weltkarte der Malaria-Risikogebiete 2025 die ein hohes, mittleres und niedriges Risiko für Malaria anzeigen
Für die Reiseplanung sollten sich Reisende in einem reisemedizinischen Centrum beraten lassen, online z. B. über die WHO-Seiten und das CRM Centrum für Reisemedizin informieren und die jeweiligen Landesempfehlungen prüfen.