Riesige Gebäude wirken unter der grauen Wolke ganz klein und die Luft wird immer dicker: Du reist in eine Region, wo der graue Schleier aus Smog alltäglich ist und das Leben der Menschen prägt? 5 Tipps wie du dich auf Geschäftsreise oder im Urlaub besser schützt:
Auf die Dosis kommt es an! Wer gesund ist und nur kurzfristig auf seiner Reise starkem Smog ausgesetzt wird, erholt sich normalerweise rasch danach.
Jeder, der sich längerfristig in einer stark belasteten Feinstaubregion aufhält, besitzt dagegen ein erhöhtes Risiko für Atemwegs- und Herzerkrankungen, für Lungenkrebs oder für einen Schlaganfall.
Wichtig: Falls du an einer Vorerkrankung leidest, solltest du bei der Wahl deines Reisezieles auch die Feinstaubwerte bedenken. Deine Symptome können sich bereits beim kurzen Aufenthalt verschlechtern.
Richtig angewandt und mit Filter ausgestattet schützen Atemmasken auch gut vor Smog. Allerdings solltest du diese nur kurze Zeit tragen.
Da die Atemmaske sehr dicht am Gesicht anliegen muss, erschwert sie das Atmen und es wird schnell anstrengend. Reisende sollten unbedingt die Anwendungshinweise der Masken-Hersteller einhalten.
Wichtig: Achte beim Kauf auf die Filterfunktion von Atemmasken – die sogenannten N95-Respiratoren (Europäische Norm EN 149). Einfachen Hygienemasken dagegen schützen nicht vor Feinstaub.
Bei Reisen in stark belastete Smog-Regionen solltest du folgende Schutzhinweise einhalten:
- Halte dich in Smog-Metropolen so kurz wie möglich auf.
- Achte auf die Jahreszeit: In den Sommer- und Wintermonaten sind die Werte in vielen Mega-Cities am höchsten.
- Verbringe so wenig Zeit wie möglich draußen und verzichte auf Sport oder langes Sightseeing im Freien.
- Wähle ein Hotel, das über eine Klimaanlage mit Filterfunktion verfügt.
- Bei akuter, besonders massiver Luftverschmutzung solltest du draußen eine Atemmaske tragen (Europäische Norm EN 149).
- Achte auf die Smog-Warnungen der Behörden vor Ort (oft auch als App verfügbar).
- Augentropfen helfen bei auftretenden Reizungen.
- Suche einen Arzt auf, wenn du Atemprobleme bekommst.
Durch Auto- und Heizungsabgase sowie Industrieemissionen gelangen Feinstaub und Schadstoffe in die Luft. Je kleiner die Partikel, umso gefährlicher. Denn der ultrafeine Staub, der in vielen Mega-Cities weltweit vorliegt, dringt tief in unsere Lunge ein und schließlich auch in die Blutbahn.
Wichtig: Kinder, Schwangere oder Ältere leiden unter der dicken Luft und bei Feinstaub am meisten. Reizhusten, Kopfschmerzen und Übelkeit sind die ersten Warnhinweise des Körpers. Achte auf Reisen auf die Symptome und halte die Smog-Schutzhinweise ein!
Asiatische Städte sind laut WHO am meisten belastet, darunter die Stadt Allahabad im Norden Indiens, Neu-Delhi, Peking, Guangzhou, Hongkong sowie auch Mexico City, Santiago, Kairo und arabische Städte.
Hohe Feinstaubwerte sind nicht nur ein Problem von Mega-Cities. Auch der Eiffelturm verschwand zeitweise schon in einer Dunstwolke. Paris, Mailand, Warschau oder Stuttgart überschreiten je nach Wetter seit Jahren die Grenzwerte der Feinstaubbelastung.
Die saubersten Städte befinden sich in Kanada, den USA, Island, Finnland und Schweden.