Krakau war über Jahrhunderte Polens königliche Hauptstadt und prägt bis heute mit ihrer Architektur und ihrem Geist die polnische Identität. Mit ihren vielen abwechslungsreichen Sehenswürdigkeiten ist die Stadt ideal für einen zwei- bis dreitägigen Städtetrip. Diese 10 Highlights solltest du in und um Krakau herum erleben!
Ein Ort voller Leben: Der Marktplatz ist einer der größten mittelalterlichen Plätze Europas - mit zahlreichen Cafés und Geschäften.
Rund um den Rynek stehen zahlreiche wunderschöne, historische Bürgerhäuser aus verschiedenen Epochen. Viele davon haben farbenfrohe Fassaden, Arkadengänge und kleine Innenhöfe, die heute Restaurants, Boutiquen oder Galerien beherbergen. Europas größter mittelalterlicher Marktplatz ist das Herzstück von Krakau und darf bei deinem Sightseeing auf gar keinen Fall fehlen.
Seit 1978 gehört die majestätische Festung zum Weltkulturerbe von UNESCO.
Das Wawel-Schloss (Zamek Królewski na Wawelu) erhebt sich auf dem Wawel-Hügel und gilt als spirituelle und politische Wiege Polens. Heute zählt es zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten des Landes und ist UNESCO-Welterbe.
Die interaktive Drachenstatue - ein beliebter Besuchermagnet vor der Drachenhöhle.
Die Drachenhöhle liegt direkt unter dem Wawel-Schloss und ist eine echte Touristenattraktion. Sie kann vom Schlossgelände aus über eine Treppe betreten werden. Diese führt über ein Höhlensystem tief hinab zum Weichsel-Ufer. Die Höhle ist sehr klein und auch nur saisonal (April bis Oktober) geöffnet.
Am Ausgang der Höhle angekommen, erwartet dich schon der Wawel-Drache. Die Bronzestatue ist dafür bekannt, alle paar Minuten Feuer zu speien. Ein aufregendes Erlebnis, vor allem für die Kleinen. Am besten früh am Morgen und abends dort sein, dann ist es nicht ganz so voll.
Die Marienkirche - berühmt für ihr Trompetensignal, das stündlich von ihrem Turm ertönt.
Die Marienkirche ist DAS Wahrzeichen am Hauptmarkt und Fans der Gotik werden bei einem Besuch voll und ganz auf ihre Kosten kommen. Der unglaublich detailreiche Innenraum der Kirche ist vor allem bekannt für den Veit-Stoß-Altar. Dieser ist komplett aus Lindenholz geschnitzt und der größte gotische Hochaltar Europas.
Der Eintritt in die Kirche ist kostenpflichtig und wer ein wenig Kondition mitbringt, der sollte unbedingt auch den Turm der Kirche (geschlossen von November bis April) besteigen. Der Ausblick von oben auf die Altstadt ist einfach phänomenal.
Das jüdische Viertel Kazimierz - reich an Geschichte, Kultur und zahlreichen Synagogen.
Das Stadtviertel Kazimierz fühlt sich an wie ein lebendiges Geschichtsbuch. Es war jahrhundertelang das Zentrum des jüdischen Lebens in Polen und hat sich heute zu einem hippen Trendviertel entwickelt. Die Straße Szeroka bildet dabei das Herz des alten jüdischen Viertels, wo sich neben sehenswerten Synagogen auch zahlreiche charmante Geschäfte und Cafés befinden.
Für einen Besuch darfst du gern 2 bis 3 Stunden Zeit einplanen. Wer an geschichtlichen Hintergründen interessiert ist, sollte unbedingt an einer geführten Tour durch Kazimierz teilnehmen.
Die Tuchhallen im Marktplatz beherbergen heute ein riesigen Markt für Souvenirs und Kunsthandwerk.
Zentral auf dem Hauptmarkt, dem Rynek Główny, befinden sich die Tuchhallen. Schon im Mittelalter waren sie ein Zentrum des Handels, vor allem für Gewürze, Tuch und Stoffe. Heute findet man in der langgezogenen Halle zahlreiche kleine Stände mit traditionellem Handwerk. Egal ob Holzschnitzereien, Schmuck oder Keramik. Wer auf der Suche nach einem traditionellen Souvenir ist, wird in den Tuchhallen mit Sicherheit fündig werden.
Bis auf Montag sind die Hallen täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist kostenfrei.
Das Collegium Maius beeindruckt mit seiner historischen Architektur.
Wirf unbedingt einmal einen Blick in das älteste Universitätsgebäude Polens, dem Collegium Maius. Der Innenhof kann tagsüber kostenlos besichtigt werden und an der ein oder anderen Stelle erinnern die Arkadengänge mit ihren schmiedeeisernen Laternen an Hogwarts aus der Harry-Potter-Welt. Wer jedoch die historischen Hörsäle oder sogar das Studierzimmer von Nikolaus Kopernikus bestaunen möchte, der benötigt ein Ticket für eine Führung. Diese finden mehrmals täglich in unterschiedlichen Sprachen statt, allerdings sind Tickets für denselben Tag meist schon ausverkauft. Hier sollte man also bereits vorab seine Tickets reservieren.
Berühmte Persönlichkeiten aus Geschichte und Kultur findet man im Wachsfiguren Museum.
Sehr zentral nahe dem Florianstor befindet sich das Wachsfiguren-Museum von Krakau. Im Wesentlichen handelt es sich um ein klassisches Wachsfigurenkabinett mit prominenten und anderen bekannten Persönlichkeiten aus Wachs - wäre da nicht die recht freigeistige Umsetzung. Viele der Figuren sind dem Original nämlich nur recht entfernt ähnlich und wirken teils sogar einfach nur skurril. Handelt es sich hierbei wirklich um das schlechteste Wachsfiguren Museum der Welt? Am besten machst du dir deinen eigenen Eindruck. Wer komplett erwartungsfrei in das Museum geht, wird mit Sicherheit den ein oder anderen witzigen Moment erleben.
Das Rynek Untergrundmuseum bietet einen faszinierenden Blick auf die archäologischen Funde unter dem Marktplatz.
Nicht nur eine Schlecht-Wetter-Alternative ist das spannende Rynek Untergrundmuseum, welches sich direkt unter den Tuchhallen befindet. Die Ausstellung ist sehr multimedial und zeigt, wie sich die Stadt Krakau vom Mittelalter bis heute verändert und entwickelt hat. Besonders außergewöhnlich sind die Ausgrabungen eines mittelalterlichen Friedhofs, der auch sogenannte "Vampirgräber" zeigt.
Das Salzbergwerk Wieliczka ist berühmt für seine unterirdischen Kapellen und Skulpturen aus Salz.
Dieser Ausflug ab Krakau ist wirklich ein absolutes Highlight und zugleich auch total einfach selbst zu organisieren. Vor allem die große unterirdische Salz-Kapelle im Salzbergwerk von Wieliczka ist wirklich spektakulär. Die Führung dauert ca. 2 bis 3 Stunden und du legst dabei eine Strecke von ungefähr 3,5 Kilometer zurück.
Wenn du diesen Ausflug individuell planen möchtest, dann kannst du direkt auf der Website der Salzmine deine Tickets buchen. Diese solltest du in jedem Fall vorab online reservieren, denn die Führungen (auch auf Deutsch möglich) sind oft im Voraus ausgebucht.