Ein Sonnenstich am Strand, eine Magen-Darm-Erkrankung oder ein Sturz beim Wandern – auch im Urlaub kann unerwartet medizinische Hilfe notwendig werden. Doch wie gut ist die medizinische Versorgung in den beliebtesten Urlaubsländern Europas? Welche Leistungen übernimmt die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC)? Und wann ist eine Auslandskrankenversicherung unverzichtbar?
Wichtig: Sobald ärztliche Hilfe oder eine medizinische Beratung benötigt wird, sollte möglichst zuerst die Notrufzentrale der ERGO Reiseversicherung kontaktiert werden. Die medizinischen Experten unterstützen rund um die Uhr bei der Einschätzung der Situation, helfen bei der Suche nach geeigneten Ärzten und Krankenhäusern und begleiten – wenn erforderlich – die weitere Behandlung.
Die folgenden Informationen geben einen Überblick über die medizinische Versorgung in den beliebtesten europäischen Reiseländern. Sie basieren unter anderem auf den langjährigen Erfahrungen der medizinischen Experten und der Notrufzentrale der ERGO Reiseversicherung, die jedes Jahr zahlreiche Reisende bei medizinischen Notfällen im Ausland unterstützt.
Wer im europäischen Ausland krank wird oder einen Unfall hat, sollte einige wichtige Punkte beachten:
- Die Notrufzentrale der ERGO Reiseversicherung möglichst frühzeitig kontaktieren, sobald ärztliche Hilfe oder eine medizinische Einschätzung benötigt wird. Die Notrufzentrale steht Versicherten der ERGO Reiseversicherung rund um die Uhr zur Verfügung.
- Bei lebensbedrohlichen Notfällen zuerst den örtlichen Notruf wählen, anschließend die Notrufzentrale informieren.
- Die EHIC übernimmt Behandlungskosten grundsätzlich nur bei öffentlichen Gesundheitsdienstleistern und im Rahmen der jeweiligen nationalen Regelungen.
- Privatärzte und Privatkliniken rechnen häufig direkt mit den Patienten ab.
- Eine Auslandskrankenversicherung schützt vor hohen Behandlungskosten und übernimmt – je nach Tarif – auch einen medizinisch sinnvollen Krankenrücktransport.
- Vor einer stationären Aufnahme möglichst keine Kostenübernahmen unterschreiben oder größere Vorauszahlungen leisten, bevor die Notrufzentrale eingebunden wurde.
Medizinische Versorgung in Europa: Was gilt grundsätzlich?
Die medizinische Versorgung ist in den meisten europäischen Urlaubsländern gut bis sehr gut. Dennoch unterscheiden sich die Gesundheitssysteme teilweise erheblich. Während manche Länder überwiegend auf öffentliche Einrichtungen setzen, spielen in anderen Privatärzte und Privatkliniken eine deutlich größere Rolle.
Die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) ermöglicht gesetzlich Krankenversicherten in vielen europäischen Ländern den Zugang zu medizinisch notwendigen Leistungen im öffentlichen Gesundheitssystem. Dennoch können je nach Land Eigenanteile, Zuzahlungen oder private Behandlungskosten entstehen. Leistungen wie ein medizinisch sinnvoller Krankenrücktransport sind über die EHIC grundsätzlich nicht abgedeckt.
Deshalb empfiehlt es sich, vor jeder ärztlichen Behandlung – unabhängig davon, ob es sich um leichte Beschwerden oder eine stationäre Aufnahme handelt – möglichst zuerst die Notrufzentrale der ERGO Reiseversicherung zu kontaktieren. Sie unterstützt bei der Suche nach qualifizierten Ärzten und geeigneten medizinischen Einrichtungen, hilft bei Sprachproblemen und begleitet die weitere medizinische Versorgung.
Spanien verfügt über eines der besten öffentlichen Gesundheitssysteme Europas und bietet insbesondere in den Urlaubsregionen eine sehr gute medizinische Versorgung.
- EHIC: Medizinisch notwendige Behandlungen in öffentlichen Gesundheitszentren und Krankenhäusern sind grundsätzlich über die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) abgedeckt. Dennoch können je nach Leistung oder Region Zuzahlungen anfallen.
- Besonderheit: In beliebten Badeorten befinden sich häufig Privatarztpraxen. Dort müssen Behandlungskosten meist zunächst selbst bezahlt werden. Auch Krankentransporte sind nur über öffentliche Gesundheitsdienstleister kostenfrei.
- Erstversorgung: Bei akuten Beschwerden können sich Reisende an die staatlichen Gesundheitszentren (Centros de Atención Primaria – CAP, in einigen Regionen auch Consultorios Locales – CL) wenden. Viele verfügen über einen 24-Stunden-Notfalldienst (Urgencias). Für medizinische Notfälle sind die öffentlichen Krankenhäuser (Hospital Público) zuständig.
- Empfehlung: Benötigst du ärztliche Hilfe oder eine medizinische Einschätzung, solltest du möglichst zuerst die Notrufzentrale der ERGO Reiseversicherung kontaktieren. Sie unterstützt bei der Suche nach geeigneten Ärzten oder Krankenhäusern und hilft bei der Organisation der weiteren Behandlung.
Italien verfügt über ein modernes Gesundheitssystem mit einer insgesamt sehr guten medizinischen Versorgung. Besonders in den größeren Städten und touristischen Regionen ist der medizinische Standard hoch.
- EHIC: Kostenfreie oder vergünstigte Behandlungen erhalten gesetzlich Versicherte grundsätzlich bei Ärzten und Einrichtungen des staatlichen Gesundheitsdienstes (Servizio Sanitario Nazionale – SSN). Je nach Behandlung können jedoch Eigenanteile entstehen, beispielsweise für Medikamente oder fachärztliche Leistungen
- Besonderheit: Behandlungen bei Privatärzten müssen grundsätzlich selbst bezahlt werden. Auch öffentliche Krankenhäuser berechnen ambulante Behandlungen, wenn kein medizinischer Notfall vorliegt. In einigen Regionen Süditaliens kann der medizinische Standard niedriger sein als im Norden.
- Erstversorgung: Für medizinische Notfälle sind die Notaufnahmen der öffentlichen Krankenhäuser die richtige Anlaufstelle. Bei längeren Aufenthalten kann es sinnvoll sein, sich beim örtlichen Gesundheitsdienst registrieren zu lassen, um einen festen Hausarzt zu erhalten.
- Empfehlung: Sobald medizinische Hilfe benötigt wird, empfiehlt sich die frühzeitige Kontaktaufnahme mit der Notrufzentrale der ERGO Reiseversicherung. Sie unterstützt bei der Auswahl geeigneter Ärzte und Kliniken sowie bei der Organisation der weiteren medizinischen Versorgung. Für leichte Beschwerden kann ergänzend der Online-Terminservice powered by Air Doctor genutzt werden.
Die medizinische Versorgung in Griechenland ist insgesamt gut. Vor allem in den touristischen Regionen und auf den größeren Inseln stehen moderne Krankenhäuser sowie zahlreiche Arztpraxen zur Verfügung.
- EHIC: Gesetzlich Versicherte können medizinisch notwendige Behandlungen bei zugelassenen Kassenärzten (KA/EOPYY) und öffentlichen Krankenhäusern grundsätzlich über die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) in Anspruch nehmen. Je nach Behandlung können Zuzahlungen anfallen.
- Besonderheit: In den Urlaubsregionen wird die ambulante Versorgung überwiegend durch Privatärzte sichergestellt. Deshalb müssen Behandlungskosten häufig zunächst selbst bezahlt werden. Gleichzeitig verfügt Griechenland über eine gute Apothekendichte und einen insgesamt zuverlässigen medizinischen Standard.
- Erstversorgung: Bei akuten Beschwerden stehen öffentliche Krankenhäuser sowie private Arztpraxen zur Verfügung. Welche medizinische Einrichtung im Einzelfall sinnvoll ist, hängt von der Art der Erkrankung und der Region ab.
- Empfehlung: Die Notrufzentrale der ERGO Reiseversicherung unterstützt bei der Suche nach geeigneten Ärzten oder Kliniken und hilft dabei, die weitere medizinische Versorgung zu organisieren.
Die medizinische Versorgung in der Türkei ist regional unterschiedlich. Vor allem in den beliebten Ferienregionen wie Antalya, Alanya, Side, Belek oder Kemer gibt es moderne Privatkliniken mit internationalem Standard sowie häufig deutsch- oder englischsprachigem Personal.
- EHIC: Die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) wird in der Türkei nicht akzeptiert. Für gesetzlich Versicherte gelten die Regelungen des deutsch-türkischen Sozialversicherungsabkommens. Eine Auslandskrankenversicherung bietet jedoch einen deutlich umfassenderen Schutz und erleichtert die medizinische Versorgung vor Ort.
- Besonderheit: Nach den langjährigen Erfahrungen der medizinischen Experten der Notrufzentrale der ERGO Reiseversicherung werden Urlauber bei gesundheitlichen Beschwerden häufig direkt in Privatkliniken vermittelt – beispielsweise über Hotelärzte, Hotels oder Fahrdienste. Gerade bei stationären Behandlungen empfiehlt sich deshalb eine frühzeitige medizinische Begleitung.
- Erstversorgung: Kleinere Beschwerden können häufig ambulant behandelt werden. Ist eine stationäre Aufnahme oder eine Operation vorgesehen, sollte möglichst frühzeitig die Notrufzentrale der ERGO Reiseversicherung eingeschaltet werden. Sie hilft bei der Auswahl geeigneter Kliniken, begleitet die Behandlung und unterstützt bei der Kommunikation mit den medizinischen Einrichtungen.
- Empfehlung: Weitere Informationen und wichtige Hinweise zur medizinischen Versorgung sowie zum Krankenhausaufenthalt findest du im ausführlichen Artikel „Medizinische Versorgung in der Türkei: Was Urlauber wissen sollten“.
Frankreich verfügt über eines der leistungsfähigsten Gesundheitssysteme Europas. Sowohl öffentliche als auch private Krankenhäuser bieten eine medizinische Versorgung auf hohem Niveau.
- EHIC: Mit der Europäischen Krankenversicherungskarte (EHIC) können gesetzlich Versicherte medizinisch notwendige Behandlungen in öffentlichen Einrichtungen in Anspruch nehmen. Dennoch müssen Patienten häufig zunächst einen Teil der Behandlungskosten selbst bezahlen. Dazu gehören beispielsweise Selbstbehalte oder Zuzahlungen für Facharztbesuche und Medikamente.
- Besonderheit: Ärzte sind in Frankreich häufig den Bereichen „Conventionné secteur 1“ (Abrechnung nach Kassentarifen) oder „Conventionné secteur 2“ (freie Honorarvereinbarung) zugeordnet. Termine beim Hausarzt werden in der Regel vorab vereinbart, klassische Sprechstundenhilfen wie in Deutschland sind eher unüblich.
- Erstversorgung: Bei akuten Beschwerden helfen Hausärzte oder die Notaufnahmen öffentlicher Krankenhäuser weiter. Welche Einrichtung sinnvoll ist, hängt von der Art der Erkrankung ab.
- Empfehlung: Benötigst du medizinische Hilfe oder bist unsicher, welche Einrichtung die richtige ist, unterstützt dich die Notrufzentrale der ERGO Reiseversicherung bei der Suche nach geeigneten Ärzten und Krankenhäusern sowie bei der Organisation der weiteren Behandlung.
Kroatien bietet insbesondere entlang der Adriaküste eine gute medizinische Grundversorgung und verfügt über ein gut ausgebautes Netz an Arztpraxen, Ambulanzen und Krankenhäusern.
- EHIC: Medizinisch notwendige Behandlungen in öffentlichen Gesundheitseinrichtungen können grundsätzlich über die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) abgerechnet werden. Dennoch können Eigenanteile beispielsweise für Medikamente oder bestimmte Behandlungen entstehen.
- Besonderheit: In vielen Ferienanlagen und Campingplätzen stehen Ärzte mit festen Sprechstunden speziell für Urlauber zur Verfügung. Privatärzte rechnen ihre Leistungen in der Regel direkt mit den Patienten ab.
- Erstversorgung: Bei akuten Beschwerden stehen medizinische Ambulanzen, Arztpraxen und Krankenhäuser zur Verfügung. Welche Einrichtung geeignet ist, hängt von Art und Schwere der Erkrankung ab.
- Empfehlung: Die Notrufzentrale der ERGO Reiseversicherung unterstützt bei der Auswahl geeigneter medizinischer Einrichtungen und hilft dabei, die weitere Behandlung zu organisieren.
Österreich verfügt über eine ausgezeichnete medizinische Infrastruktur und eine sehr hohe Ärztedichte. Besonders im Bereich der Unfallmedizin und Orthopädie ist die Versorgung hervorragend – ein wichtiger Vorteil für Wander-, Mountainbike- oder Skiurlauber.
- EHIC: Medizinisch notwendige Behandlungen können grundsätzlich über die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) abgerechnet werden. Je nach Behandlung können Eigenanteile entstehen.
- Besonderheit: Nach Wander-, Kletter- oder Skiunfällen entstehen häufig Such-, Rettungs- oder Bergungskosten. Diese werden von gesetzlichen Krankenkassen meist nicht oder nur teilweise übernommen.
- Erstversorgung: Hausärzte, Ambulanzen und Krankenhäuser stehen flächendeckend zur Verfügung. Bei Sport- oder Freizeitunfällen erfolgt die Erstversorgung häufig direkt in spezialisierten Unfallkliniken.
- Empfehlung: Gerade bei Unfällen in den Bergen sollte möglichst frühzeitig die Notrufzentrale der ERGO Reiseversicherung informiert werden. Sie unterstützt bei der Organisation der medizinischen Versorgung sowie – wenn erforderlich – eines medizinisch sinnvollen Krankenrücktransports.
Portugal verfügt über ein modernes Gesundheitssystem mit einer guten medizinischen Versorgung in öffentlichen und privaten Einrichtungen. Besonders in Lissabon, Porto, Faro, Évora und Portimão stehen leistungsfähige Krankenhäuser zur Verfügung.
- EHIC: Medizinisch notwendige Behandlungen in öffentlichen Gesundheitszentren (Centro de Saúde) und öffentlichen Krankenhäusern können grundsätzlich über die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) abgerechnet werden. Dennoch können Zuzahlungen anfallen.
- Besonderheit: Neben den öffentlichen Einrichtungen gibt es insbesondere in den touristischen Regionen zahlreiche Privatkliniken mit kurzen Wartezeiten.
- Erstversorgung: Die staatlichen Gesundheitszentren (Centro de Saúde) übernehmen vergleichbare Aufgaben wie Hausarztpraxen in Deutschland. Bei medizinischen Notfällen sind die öffentlichen Krankenhäuser mit Notaufnahme (hospitales públicos com urgência) die richtige Anlaufstelle.
- Empfehlung: Benötigst du medizinische Hilfe, unterstützt dich die Notrufzentrale der ERGO Reiseversicherung bei der Suche nach geeigneten Ärzten oder Krankenhäusern und begleitet die weitere medizinische Versorgung.